Vinur

01Juni2015

Ich habe euch ja noch gar nicht von meinem allerbesten, felligem Freund hier auf Island erzählt!

Nach einigem Hin und Her durfte ich endlich am 13. Mai mit Vinur, dem Zweitpferd von Áslaug, ausreiten. Riesig erfreut und nervös wurde Zeit und Ort mit Yasmin abgeklärt und es ging dann morgens um 10 Uhr auf in den Stall.

Nach Hilfe beim Satteln (Ich wollte natürlich nichts falsch machen!), ordnungsgemäßer Entlassung von Áslaugs Stute Hringja, die sich mit Vinur eine Box teilt, in den Auslauf und wiederholtem Sichergehen, dass ich ja auch nichts vergessen hatte (sei es für das Pferd, für mich oder Sonstiges, was ich hätte vergessen können), ging es dann zu Yasmins Wegbegleiter Tiger. Den haben wir seit Neustem liebevoll Tigri getauft, damit er seiner isländischen Herkunft namentlich gerecht wird.

Fertig gesattelt, Kamera bereit. Es kann losgehen.

Wir hatten uns vorgenommen, einmal um den See herumzureiten. Ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde, um mir und Vinur gänzlich zu vertrauen. Ich habe immerhin eine lange Reitpause eingelegt gehabt.

Aber als wir dann nach genau dieser halben Stunde eine kurze Pause bei mir zuhause im Hólmathing einlegten, um kurz bei einem Kakao den Nieselregen abzuwarten, war alle Nervosität und jegliches Bedenken verschwunden. Es konnte losgehen mit Tölten und vor allem dem Wichtigsten: Genießen, das wohl Isländischste auf der ganzen Welt machen zu können. Mit zwei Islandpferden durch die Landschaft zu tigern. Oder vinurn.

Tigri und Vinur verstanden sich auf Anhieb. Als würden sie sich schon Ewigkeiten kennen. Sie haben zusammen gekuschelt, auf seltsame Art und Weise sehr nah beieinander Gras gefressen und zum Schluss sind sie sogar im gleichen Takt nebeneinander hergaloppiert.

Wie Bibi und Tina, würde Yasmin jetzt sagen.

In diesem Moment habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich mit dem Reiten aufgehört habe. Ich könnte jetzt keinen vernünftigen Grund mehr nennen.

 

Die traurige Nachricht: Mein Vinur ist leider schon mit Hringja zusammen in die Berge gekommen. Somit fallen einige schöne Momente zusammen mit Vinur für das weitere Jahr Island weg.

Dafür durfte ich drei tolle Ausritte mit ihm, Tigri und Yasmin machen. Drei tolle Ausritte (davon einer 5 Stunden lang) mit meinem besten, felligem Freund. Wie sein Name halt bereits sagt. Ein echter vinur.

 

Für nahe Zukunft hat meine Gastmama schon überlegt, ein Pferd für mich in den letzten Wochen auszuleihen, mit dem ich dann ausreiten kann.

Ich freue mich schon, wen ich als nächstes kennenlernen darf!

 

P.S.: Heute ist meine Gastfamilie aus dem Legoland wiedergekommen. Ich habe derweilen einen Roadtrip in den Nord-Osten Islands gemacht. Bald gibt es dazu natürlich ein Blogupdate!

Sjáumst!♥

Geflüster Ätschi Schokoladenpferd Garagenselfie Die endlosen Wege Zuschauer Hochinteressiert Man mag es nah Pausenselfie Ein alter Zaubertrick... ...aus Isländer wird Reitpony Glücklich daheim KÜSST EUCH!

 

Verrückte Jeeptour auf einem Vulkan

17Mai2015

Meine lieben Leute, am 12.05.2015 war wohl einer der verrücktesten Tage in meinem Leben: Ich bin mit 4 Isländern und 3 Jeeps hinauf bis zum Krater eines Vulkans gefahren. Verrückt. Verrückt, sage ich euch. Natürlich habe ich mich bemüht, das Ganze fototechnisch einzufangen. Das sehr wackelige Ereignis könnt ihr hier erleben:

https://www.youtube.com/watch?v=jOlchwexKrw

Keine Musik, nur die reinen Geräusche des Tages.

Verzeiht mir meine Art, mich auszudrücken.

Ich war aufgeregt, begeistert und hatte gleichzeitig ein bisschen das Gefühl, meine Vernunft an die Lebensmüdigkeit abgegeben zu haben.

 

Letztendlich haben wir es ja doch alle überlebt.

Sjáumst!♥

Monatscollage

11Mai2015

Lang ist's her seit dem letzten Blogeintrag und mein innerer Wecker hat ganz langsam angefangen bei dem Gedanken an ein Blogupdate schrill zu klingeln.

Es sind die letzten Wochen.

Komisch, das gerade heraus zu sagen, aber das sind die tatsächlich, die letzten Wochen.

Weniger als zwei Monate.

Schnelllebig ist die Zeit, in der ich momentan lebe. Ein viel zu schnelles Jahr, zwei viel zu schnell endende Monate, Tage, die im Flug vergehen. Und noch so viel zu erledigen! Von Universitäten bis gedanklicher Wohnungseinrichtung (Tanja und ich haben doch tatsächlich eine gemeinsame Wohnung ergattert!), Kofferpack-Planung und ja, auch dem Abschied nehmen.

Ich habe in den letzten zwei Wochen sehr damit zu kämpfen gehabt, dass ich einen Rückflug buchen muss.

Nicht, dass es mir nicht klar gewesen wäre, dass ich einen Rückflug brauche, sondern einfach, weil ich dann das Ende setze. Ich will gar kein Ende setzen. Ich will auch nicht bleiben. Ich freue mich wahnsinnig, wieder zuhause zu sein. Alle wiederzusehen, denen ich vor einem Jahr noch 'Tschüss' gesagt hatte, aufgeregt auf das ganze Abenteuer, welches dann folgen sollte.

Aber ich will trotzdem kein Ende setzen.

Alex fragt abends oft, wie lange ich noch bleiben werde. Manchmal fängt er auch einfach an davon zu erzählen, wie er sein Brokkoli-Kuscheltier bekommen hat. Das war in der letzten Nacht von Juliane, meinem Vorgänger-Aupair. Und manchmal packt ihn irgendeine Wut, bei der er gar nicht weiß, warum er sie hat. Abschied vom Kindergarten, Abschied zuhause. Mit seinen 6 Jahren beschäftigt er sich grade mit unglaublich vielen Sachen.

Neben der Endlosschleife von 'Always' von Bon Jovi hab ich viel über diese letzten zwei Monate nachgedacht. Was ich alles noch machen will.

1.) In den Elliðavatn reinspringen.

2.) Einen Ausritt um den Elliðavatn machen.

3.) Eine Flaschenpost abschicken.

4.) Schöne Fotos machen.

5.) Orkas sehen.

6.) Den Norden Islands sehen.

7.) Eine ganze Nacht lang das Sonnenlicht genießen.

Viele von diesen Sachen werden bald in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel der Ausritt. Mittwoch, den 13.04. geht es auf Dökka los zusammen mit Yasmin und Tiger. Einen besseren Start in den Tag kann es gar nicht geben!

Auch der Trip in den Norden ist in voller Planung. Vom 29. bis 31. Mai  reisen drei meiner Lieblingsmenschen auf Island, eine Besucherin einer meiner Lieblingsmenschen und ich zusammen mit meinem Schatz, den Subaru, Richtung Mývatn. Übernachtet wird im Sommerhaus, geplant sind eine 4-stündige Whale-Watching//Papageientaucher-Watching-Tour, viele Spaziergänge und eine Menge Wasserfälle und anderer isländischen Eigenheiten. Ich freue mich schon so unglaublich da drauf!

Die übrig gebliebenen Punkte werden auf jeden Fall dann auch noch abgearbeitet. Ein Punkt musste ich schon gar nicht mehr aufzählen, da wir am 3.Mai bereits den Esja bestiegen haben.

Das war übrigens gar nicht so einfach! Zumindest für Yasmin und mich, die sich meterweise aber kontinuirlich (!) vorgearbeitet haben. Daniel, Anne und Constanze liefen leichtfüßig vorweg. Aber die besteigen in ihrer Freizeit wahrscheinlich auch den Mount Everest. Eine wage Vermutung.
Es war dennoch ein wunderwunderwunderschöner und unvergesslicher Tag. Vor allem die Schneeballschlacht beim Abstieg. Schneebälle sollte man allerdings nie mit dem Gesicht fangen. Nur ein kleiner Tipp eines Profis.

Noch ein Punkt auf der Liste war einen traumhaften Sonnenuntergang zu sehen UND am Strand zu sein UND Muscheln zu sammeln. Das Strandfieber hat mich voll im Griff die letzten Wochen. Nachdem ich meine Mädels schon mehr als einen Abend damit nervte, dass ich an einen Strand möchte, habe ich sie am 1.Mai dann überzeugen können. Gesagt getan, nach beendetem 3-stündigen Spaziergang um den See (bei bestem Wetter und mit Bekanntschaft eines auf Island zum Angeln ausgewanderten Schwaben), fuhren wir also erst was Essen und dann zu Sand und Wasser.
Was ein Sonnenuntergang, sage ich euch! Ein unglaubliches Licht, 4 unglaubliche andere Menschen, die hauptsächlich damit beschäftigt waren, die bestmögliche Fotoposition zu finden und eine unglaubliche visuelle Stille. Kein Wind, wenig Wellen. Nur die Enten, die komische Geräusche von sich gaben (tatsächlich komisch, denn sie hörten sich an wie ein Schwarm lästernder Teenager. Oder Omas beim Kaffeeklätschchen. Hätte ich nur ein Beweisvideo!).

Alles in allem habe ich einen tollen April hinter mir und freue mich schon auf das, was noch vor mir liegt.

Die kleine Träne im Auge blinzel ich für diese Wochen ein wenig weg.

Am See :) Sonnenuntergang am Leuchtturm Die Gang Esja - Der Aufstieg Esja - Der Aufstieg Esja - Der Aufstieg Esja - Der Abstieg Esja - Der Abstieg Esja - Der Abstieg Esja - Der Abstieg Esja - Der Abstieg Esja - Der Abstieg Die Esjaaussicht

Von Walfjorden, Schnee und TKKG

08April2015

Nachdem schon einige Zeit seit meinem letzten Blogeintrag vergangen ist, melde ich mich mit viel Erzählstoff wieder.

Von Donnerstag auf Karfreitag fuhren meine Gastfamilie und ich gemeinsam in einen kleinen Kurzurlaub hoch auf die Halbinsel Snæfellsness in das Hotel Búðir. Da so gutes Wetter war, sollten wir das doch auch ausnutzen, hieß es. Es hieß auch, dass Anne mitkommen kann. Weil so gutes Wetter ist, sollen wir doch schon früh morgens losfahren, um den ganzen Tag in der tollen Umgebung zu verbringen, hieß es.

"Abends müsst ihr nur Babysitten, am Freitag können wir ja gemeinsam frühstücken, ansonsten hast du auch den Freitag frei!" Ein besseres Geschenk gibt es gar nicht zu Ostern.

Also sind Anne und ich mit drei Kindern auf der Rückbank, die wir bei Tante Sigga abgeben sollten, los, Richtung Snæfellsness. Als wir unter dem Esja, ein Berg, der von der Küste Reykjavíks aus zu sehen ist, Kinder plus Gepäck bei Sigga abgeliefert hatten, dazu noch 3 Karten bekommen hatten, um ein paar Anhaltspunkte zu haben, was man sich so alles angucken kann, ging es dann ohne "Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst" und Pipi Langstrumpf - Liedern endlich los.

Wir hatten wirklich bestes Wetter erwischt. Es war zwar leicht bewölkt, das Sonnenlicht war dadurch aber schön gedimmt und brannte nicht ganz so auf der Haut. Das hört sich jetzt wahrscheinlich im Bezug auf Island recht außergewöhnlich an, da sich unsere Höchsttemperatur im vorderen 10er-Bereich abspielt. Wenn man allerdings an die Winde und dadurch auch die teils sehr schneidende Kälte gewöhnt ist, fühlt man sich bei 7° Celsius schon fast dazu bereit, im Bikini Gletscher hochzuwandern. Wirklich. Derweilen graut es uns Aupairs schon vor der Rückkehr im Sommer. Hauptsächlich wegen der Temperaturen. Gibt es dafür einen Fachbegriff? Hitzephobie?

Jedenfalls fuhren wir bei besten Bedingungen. Den Tunnel, der unsere Fahrt um ca. 1 Stunde verkürzt hätte, nahmen wir mit Absicht nicht, da wir uns den schönen Hvalfjörður, den Walfjord, angucken wollten. Die Aussichten waren atemberaubend schön. Auch wenn die Straße mehr etwas von der Holzachterbahn im Moviepark hatte. Gehört wurden dazu die Schaumburger Spürnasen. Man kann sagen, dass der Fjord uns in legal autofahrende 8-Jährige verwandelt hat.

Als wir in Borgarnes uns ein bisschen Reiseproviant gekauft hatten (man muss bedenken, dass es dann im Umkreis von hundert Kilometern keinen richtigen Einkaufsladen mehr gibt), entschieden wir uns, zuerst am Snæfellsjökull entlang durch Ólafsvík hin zum äußersten Zipfel von der Halbinsel zu fahren, bevor wir im Hotel eincheckten. Gesagt, getan.

Zumindest kann man uns nicht vorwerfen, wir hätten kein Abenteurerblut in unseren Adern. Um am Snæfellsjökull vorbeizukommen, muss man ein verhältnismäßig kleines, aber steiles Gebirge überqueren. Die Straße schlängelte sich vor uns malerisch ins unendliche Weiß. Da vor uns schon ein paar Autos hochgefahren sind, fuhren wir also hinterher. Von Meter zu Meter kam immer mehr Schnee, nicht gefallen, sondern türmte sich links und rechts neben uns auf. Mal 30 cm, mal einen halben Meter, mal über einen Meter, ganz oben an die 2 Meter. Viel beeindruckender fanden wir allerdings noch viel mehr die Arbeit der Schneeschieber, die die Schneisen in die Schneewehen früh morgens gefahren hatten, damit überhaupt irgendwer das Gebirge passieren konnte. Begegnen taten wir keinem. Nur ein paar Schneeschlitten und ihre Besitzer, die sich auf der Straße versammelt hatten. Ein paar Meter entfernt war ein Haus im Schnee zu erahnen, bis auf das Dach war nämlich nicht mehr zu sehen.

Schneeschneeschneeschnee überall

Als wir dann wohlbehalten auf der anderen Seite der Halbinsel ankamen, noch ein paar amerikanischen Touris erklärt hatten, dass die Gebirgsstraße passierbar war, auch wenn uns insgeheim deren anhängender Wohnwagen ein wenig Sorgen machte (naja, sie hätten wenigstens ein Platz zum schlafen, würden sie stecken bleiben), fuhren wir durch kraterähnliche Schlaglöcher, vorbei an den beeindruckensten Eiszapfen-Vorhängen in Richtung isländisches Land's End. Delfine sahen wir nicht. Lange hielten wir es auch nicht außerhalb vom Auto aus, da der Küstenwind wieder in vollem Gang war. Dafür hatten wir einen tollen Blick auf den Gletscher und fuhren, vom Wind wieder aufgeweckt, zurück in Richtung Hotel. Auf dem Weg hielten wir noch an einem kleinen Abschnitt weißen Sandstrandes an. Weißer Sand ist hier auf Island recht selten und nur in bestimmten Regionen. Der Großteil der Strände ist schwarz.

Eiszapfen über Eiszapfen Ganz am Ende der Insel Marshmallow am Land's End Marshmallow am weißen Strand Snaefellsjökull

Angekommen im Hotel kam die nächste Staun-Attacke: Superschickes Hotel mit superschickem Zimmer, Hauptspeisen, die so viel kosteten wie ein Pullover guter Qualität und eine superschicke schwarze Kirche. Alles superschick eben. Nach gutem Essen, Babysitten und dem Film 'Das unglaubliche Leben des Walter Mitty' (Die Islandszenen aus dem Film wurden in Snæfellsness, z.B. Stykkishólmur, gedreht. Wobei der Eyjafjallajökull laut Film ja auch dort rumvegetieren soll. In Wahrheit ruht der sich aber gemütlich 300 Kilometer weiter im Süden aus.) fielen wir dann müde ins Bett.

Schwarze Kirche bei Búdir

Nächster Tag, aufs Neue ins Auto, aufs Neue ein Hörspiel, diesmal TKKG. Die 8-Jährigen waren schon wieder unterwegs.

Aufgrund von Wind und Wetter fuhren wir keine großen Sonderfahrten sondern geradewegs zurück nach Reykjavík, ohne nicht noch einen kurzen Stopp am Walfjord einzulegen. Es war gerade Ebbe und eine Inselgruppierung hatte sich nahe des Ufers aufgetan, wie wir sie noch nie gesehen hatten: Es sah aus wie ein großer, grasbewachsener Schwamm mit vielen kleinen Teichen drin, die die Inselgruppe aussehen ließen, als wäre sie Teil einer Filmkulisse oder einer fremdartigen Welt. In diesem Moment, auf der Insel sich durch den Wind wachrütteln lassen und dann, so blöd es sich jetzt anhört, aber einfach mal loszurennen bis man nicht mehr kann, war einer der Momente, in denen man sich mal wieder so richtig am Leben gefühlt hat.

  Marshmallow auf Insel Hvalfjördureyri

"Das ist unser Leben gerade. Das ist Island."

So schloss Anne unseren Zwischenstopp ab.

Dann ging es wieder ins Auto und zwei 8-Jährige fuhren zusammen mit den Drei Fragezeichen wieder zurück in Richtung Reykjavík.

Eigentlich nur Momente mitnehmen

26März2015

Wenn ich die neuen Schlagzeilen von heute lese, wird mir regelrecht schlecht.

Ein Flugzeug mit Absicht in die Totalzerstörung geflogen? Und 150 Menschen mit auf diese Reise genommen?

Ich kann es nicht fassen, wie ein Mensch mit so einer Verantwortung über so viele Leben so etwas machen kann. Wie ein Mensch generell so handeln kann. Wie ein Mensch so vieles gleichzeitig beenden will.

Mir gibt jede neue Schlagzeile mehr Fragen, jedes neue Wort mehr Fassungslosigkeit und jedes neue Gesicht mehr Trauer über das, was sich nicht mehr vermeiden lässt.

Dabei wollten doch nur 150 Menschen Momente mitnehmen. Anderen davon erzählen und Geschichten teilen.

Ich trauere nicht; weil ich in diesem Flugzeug niemanden verloren habe. Ich fühle aber mit all denen, die vor dem 'Ankünfte'-Schild am Düsseldorfer Flughafen standen und die emotional von Erwartung in Entsetzen rasten.

Die eigentlich nur in den Arm nehmen und Momente teilen wollten.

 

Momente

20März2015

Wenn du das erste Mal realisierst, dass du auf Island bist. Trotz Flugticket, trotz Sprache, trotz Wetter (!). Einfach nur, weil du plötzlich merkst, wie du unbemerkt deinen Traum lebst.

________________________________________________________

Wenn du spontan spontan planst.

________________________________________________________

Wenn du ein Gespräch auf der neuen Sprache überstehst und die Leute damit überraschen kannst, dass du tatsächlich aus Deutschland kommst.

________________________________________________________

Wenn die Tante dir sagt, dass die Gastfamilie sich mit dir sehr glücklich schätzen kann (kann ich von meinen Vorgängerinnen allerdings genauso und nicht anders behaupten)

________________________________________________________

Wenn man dich im Supermarkt anschaut und anfängt, merklich darüber zu diskutieren, was du denn für eine junge Mutter bist.

Weil irgendwer immer hinter dir herläuft und 'Mama!' ruft. Aus Versehen oder mit vollkommener Absicht.

_________________________________________________________

Wenn Arnar anfängt, sich vor die Badezimmertür zu setzen, mit dem Rücken daran anzulehnen und "Willst du einen Schneemann bauen" mit vollster Leidensmiene summt (genauso wie Anna aus 'Die Eisprinzessin'!), weil man ihn nicht herein lässt.

_________________________________________________________

Wenn du dich auf jeden kommenden Donnerstag freust...

_________________________________________________________

... weil du endlich mal tiefere Gespräche führst als das tägliche  "Lass uns ein Pferd zeichnen!/Lass uns ein Pferdehaus bauen!/Lass uns Pferd spielen!Können wir zu den Pferden gehen?/Wer hat denn da schon wieder eine volle Windel?"

_________________________________________________________

Wenn du dir die Sonnenfinsternis auf deinem Balkon in Island anguckst und weißt, dass du davon in 62 Jahren immer noch und wieder reden wirst.

_________________________________________________________

Wenn du voller Erwartungen vor dem 'Arrivals'-Schild im Flughafen stehst.

_________________________________________________________

Wenn nichts besser die kleinen Auas der Kinder heilt, als die aus Deutschland importierten Pflaster.

_________________________________________________________

Wenn du weißt, dass man Zuhause schon gespannt auf dich wartet. Wenn nötig auch noch für die letzten 4 Monate.

_________________________________________________________

Wenn du weißt, dass du die tollsten Menschen kennen gelernt hast. Ob in Deutschland oder Island.

_________________________________________________________

Wenn du realistierst, dass das Ende schwerer als der Anfang wird.

 

Warum ich das aufliste? Das sind die Momente, die für mich das Jahr so wertvoll machen, wie es ist. Die kleinen Sachen, die dich durch den Alltag hieven oder die dich wertschätzen lassen, was du gerade so durchlebst.

Sjáumst ♥

E C L I P S E

Damals

18Feb2015

Heute, 7:45 Uhr am Frühstückstisch.

Apríl: "Weißt du noch damals, als du eine Deutsche warst?"

Inken: "Wieso, was bin ich denn jetzt?"

Stille.

Apríl: "Inken, weißt du noch, damals, als du eine Deutsche warst?"

Inken: "Ja, das weiß ich, das bin ich doch auch immer noch, oder etwa nicht?"

Apríl: "Weißt du das denn noch?"

Inken: "Ja, aber was bin ich denn jetzt?"

Apríl: "Eine Isländerin."

Inken: "Eine Isländerin... . Wieso denn das?"

Apríl grinst mich mit einem Cheerios vollem Mund an.

Apríl: "Naja, jetzt kannst du Isländisch reden."

Inken: "Deswegen bin ich eine Isländerin?"

Apríl: "Ja und weil Island dein Zuhause ist!"

Stille.Löffel schaufeln Müsli und Cheerios.

Apríl: "Kann ich dich in Deutschland dann mal besuchen kommen?"

 

Integration gelungen.

Dinge, die man unbedingt mal gemacht haben sollte//Teil 3

15Feb2015

1. Man buche Karten zu einem abendlichen Þorrablótmatur im Süden Islands.

2. Man ziehe sich seinen Schafswollpullover an.

3. Man wechsle nicht seine vom Wandern gezeichnete Hose und schon gar nicht die Wanderschuhe.

4. Man fahre zur besagten Veranstaltung und realisiere, dass die restlichen Gäste im Smoking und Kleid anwesend sind.

5. Man realisiere, dass man nur angestarrt wird.

6. Man hat Sitzplätze ganz vorne an der Bühne ergattert.

7. Der Abendflirt sind die alkoholisch stark beeinflussten Dorfmacker. Selbstverständlich.

8. Man wird nach Tischen zum Büffet gebeten und ist mit seinen vier Mitleidenden die Einzigen, die vor versammelter 200-köpfiger Mannschaft den Walk of Shame zu Schafskopf und Gammelhai bei Aufrufung des Tisches aufstehen muss.

 

Falls Ihnen dieses Programm noch nicht zu Adrenalin durchflossen ist, dann hat unsere Redakteurin hier eine ganz spannende Alternative für Sie:
Zünden Sie doch eine Serviette an. An der Tischkerze, ganz aus Versehen. Natürlich sollten Sie sie danach bei ihrer Nachbarin auf der Serviette ausdrücken, das haben wir ja schließlich alle gelernt bei auftretendem Brand.

Papier löscht Feuer.

Oder nicht?

Flatköku (l.), Inken beim Essen, Gammelhai (r.)

Halbjahresbilanz

15Feb2015

Nun kann ich schon seit 5 Tagen die Zeit rückwärts zählen.

6 Monate und 5 Tage.

Wie man so ein Halbjähriges verbringt? Ganz romantisch mit 5 anderen Leuten in einer Bar bei nichtalkoholischen Getränken. Als Aupair ist man ja allgemein als Draufgänger bekannt.

Nein, ich glaub ich muss es anders verpacken, vor lauter Sarkasmus weiß ich manchmal selbst nicht, was ich ernst meine. Es war wirklich ein toller Abend und allgemein eine tolle Woche. Wenn nicht sogar meine beste.

Ich habe nämlich Besuch aus Deutschland gehabt. Tanja hatte sich 9 Tage lang bei mir zuhause eingenistet und in diesen 9 Tagen waren wir nur einen ganzen Tag  zuhause, ansonsten immer unterwegs.

Es fing eigentlich alles mit den zwei Tagen Reykjavík-Erkundungs-Tour an, in denen wir Restaurants und Touristen-Läden finanziell unterstützt haben und außerdem immer so knappe Parkzeiten gewählt hatten, dass wir den Hinweg im Gehen und den Rückweg im Rennen erkunden konnten. Aber man lernt ja bekanntlich dazu.

Reykjavíks Autos und Burger

Am Freitag haben wir dann einen Roadtrip auf dem Golden Circle gemacht, d.h. Geysir und Gullfoss angucken, nach Stokkseyri haben wir es zeitlich leider nicht mehr geschafft. Dafür hatten wir aber unsere persönlichen drei Wolkenlöcher, die uns Sonnenschein bei jedem unserer Stopps beschert haben und die Fotos dreimal so gut aussehen lassen haben. Es war wirklich bestes Wetter und Tanja kam gar nicht aus dem Staunen heraus, was die Landschaft anging. Ich muss sagen, dass ich Þingvellir noch nicht so schön gesehen habe, obwohl ich auf dem Golden Circle jetzt insgesamt schon 4mal war. Von daher haben wir uns beide von der schön(en) (beleuchteten) Landschaft in den Bann ziehen lassen.

Mehr Autos Mehr Landschaft Banana for scale

Am Samstag ging es dann direkt früh morgens los. Tanja und ich waren schon eine halbe Stunde zu spät, weil wir noch die Kindersitze rausbuxiert hatten, Yasmin hatte uns schon erwartet, Anne irgendwie nicht, die habe ich per Taschenlampe und schamlosen Klopfen morgens in völliger Dunkelheit aus ihren Träumen gerissen, um dann Rebecca zu holen, die insgesamt 45 Minuten vor der Haustür auf uns gewartet hat. Bei Schnee. Eine 6-stündige Autofahrt könnte nicht besser beginnen.


Wir haben auf dem Weg am Seljalandsfoss und dem Skogarfoss gehalten, beide total vereist und auch beide leider von unahnenden Touristen besucht. Da ist uns wirklich was passiert.... :
Ein Pärchen und ihre adoptierte Nikon wollten sich gemeinsam den Seljalandsfoss aus der Innenperspektive angucken und sind mit ihren für Eiswanderungen eher so gar nicht gerüsteten Schuhen auf der 20cm dicken Eisschicht hoch zur Höhle gewandert. Nun muss man dazu wissen, dass beim Seljalandsfoss kein Geländer an den eigentlich gefährlichen Stellen vor dem Abstürzen schützt, weil hier, wie auch in vielen anderen Teilen Islands, der Slogan gilt: Wer eine Klippe oder Ähnliches nicht selbst als gefährlich einstuft, ist ein Idiot. Das gilt auch bei Eis. Nun war das besagte Pärchen aber so voller Eifer, einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen, dass sie immer höher auf der Eisschicht Richtung Höhle gingen. Wir befanden uns ca. 15 Meter hinter ihnen und haben irgendwann angehalten, als das Geländer zuende war und der Weg auch einfach nicht mehr gefahrlos passierbar war. Unsere beiden Aktionhelden stoppten aber beide erst, als sie wirklich nicht mehr gehen konnten, sondern nur noch gerutscht sind. Gerade, als sie zum Stehen kamen und ich noch so sagte: "Passt auf, gleich fällt einer rein.", rutschte der Mann ganz langsam nach hinten Richtung Wasserfall, hielt sich vor Schreck an seiner Freundin fest und dann fielen sie. Mit voller Geschwindigkeit auf den Seljalandsfoss zu, der mit Tonnen an Wasser von oben dröhnte. Instinktiv schauten Tanja, Yasmin und ich uns an, hilflos und hilfsbereit zugleich, aber wir konnten ja nichts machen. Es hatte niemand außer uns den Absturz gemerkt, es war kein Rettungsdienst in greifbarer Nähe und die nächsten Touristen hätten unser Rufen bei der Distanz nicht gehört. Wir wagten also noch ein paar Schritte, um dann sehen zu können, dass die beiden Experten auf dem letzten kleinen Vorsprung vor dem tiefen Wasserbecken gelandet waren. BTW sie waren auch ohne Handschuhe, was sehr empfehlenswert im Winter ist. Neben den normalen Fragen wie "Geht es euch gut?", "Hat sich jemand verletzt?", "Können wir euch helfen?" haben wir dann versucht, ihnen beizubringen, dass sie nicht versuchen sollten, den Berg wieder hochzuklettern, weil dann genau das passiert, was 2 Sekunden später passieren sollte: Die Frau rutscht kurz vor Ende ab und rammt nochmal ihren werten Mitleidenden so sehr, dass er dem Wasserbecken nocheinmal gefährlich nahe kommt. Und was ist noch viel schlimmer, als der nichtvorhandene Rettungsdienst, die fehlenden Rettungsutensilien und ein Riesenwasserfall? Sie lacht. Die Frau lacht sich einen ab. Ich hätte am liebsten irgendwas nach ihr geworfen in der Situation, was als Ersthelfer überhaupt nicht empfehlenswert ist. Aber den anderen und mir war gerade so gar nicht zum Lachen zumute. Rettet mal jemanden aus Eiswasser. Bei Glück würde die Strömung die beiden noch unter den Wasserfall ziehen. Damit wäre dann alle Hilfe ausgeschlossen. Wir also am Rufen: "Geht nicht da hoch!", "Versucht auf die große Eisscholle zu kommen und vom Wasser wegzugehen!". Letztendlich kraxelte die Frau dann erneut hoch, ergatterte einen sicheren Sitz, nahm anstatt der Hand ihres Freundes die adoptierte Nikon mit viel höherem emotionalen Wert in die Hand und rutschte von dannen auf die sichere Eisscholle, der Freund kann ja zusehen, wie er hinterherkommt. Das kam er dann auch Gott sei Dank ohne Sturz in den Seljalandsfoss.
Und wir kriegen noch nicht einmal ein Danke.
Beim Skogarfoss haben sie dann direkt unsere Blicke vermieden.


Man muss dazu sagen, dass wir um spätestens 14:45 Uhr am Jökurlsárlon sein mussten, damit unser Schläfchen und die Halberfrorene noch in die Eishöhle konnten. Und das haben wir mal SOWAS von pünktlich geschafft. 14:30 Uhr Ortszeit, der weiße Schlitten hält neben 15 Touriautos und einem Monstertruck an und entlässt 5 glückliche Personen, 2 in großer Eile, sich für das Eis zu wappnen und mit dem Monstertruck loszufahren und 3, die sich gemütlich auf einen wunderschönen dreistündigen Aufenthalt am Gletschersee vorbereitet haben. Es war einfach atemberaubend, das viele Eis, das da ruhig vor sich hin im blauen See schwamm. Ab und zu schnaufte mal eine Robbe, vielleicht auch mehrere, vergeblich an dem Versuch scheiternd, die Eisschollen hochzukommen, aber ansonsten war es völlige Stille bei absoluter Sonne und einer für Island sehr angenehmen Kälte. Wenn man ganz genau hinsah, konnte man sogar einen wilden Japaner beim Eisschollen klauen beobachten. Eine isländische Seltenheit.

Japanos eisklauimos

Als dann unsere überglücklichen Höhlenerkunder zurückkamen (mehr Freude im Gesicht geht fast gar nicht!), fuhren wir dann noch eine Stunde weiter zu unserem Gästehaus. Natürlich haben wir keinen normalen Abend dort verbracht, sondern diesen legendär ausklingen lassen. Näheres dazu aber in Teil 3 der berühmten Serie "Dinge, die man unbedingt mal gemacht haben sollte".



Am nächsten Morgen ging es auf zur Rentier-Tour, die die Besitzer von unserem Gästehaus anbieten. Rentier-Tour heißt: Rauf auf den Jeep, mit 50 km/h übers Eis fahren, einen Fluss als befahrbar einstufen, über Eis surfen, Eis angucken, Eisgletscher angucken, Rentiere im Eis angucken und Fallen auf Eis möglichst vermeiden. Mit anderen Worten: Wir haben wohl mehr Abenteuer als Rentiere gebucht. Aber es war einfach unvergesslich. Das Wetter hatte mal wieder super mitgespielt. Natürlich herrschte der südisländisch typische Sturm, aber die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und machte einmal wieder alles noch dreimal so schön.

Die Rückreise war dann nicht ganz so entspannt und schön ausgeleuchtet, da Wolen und Wind erheblich zunahmen und außerdem Regen sich entschied, 4 von 6 Stunden Autofahrt komplett auszufüllen. Dafür haben wir die Felsen von Vík wohl bei dem mystischsten Wetter, das Island zu bieten hat, gesehen, was eine dreifache Entschädigung für all' das Gegenlenken, Abbremsen und Langsam-Fahren war.


Pünktlich um 8 Uhr abends sind Tanja und ich dann nach erfolgreicher Rückgabe der anderen Aupairs in unsere Betten gefallen und an diesem Abend auch nicht mehr großartig aufgestanden.



Am nächsten Morgen ging es direkt weiter mit unserem Aktivitäten-Plan: Die Blaue Lagune. Ich gehe jetzt mal davon aus, jeder hat davon gehört oder kann sich zumindest ein Bild davon machen. Dort haben Rebecca, Tanja und ich 5 Stunden dümpelnd im Wasser verbracht, während es gehagelt, geschneit und gewindet hat. Es gibt wirklich, und das meine ich diesmal tatsächlich ernst, nichts Besseres. Am Ende des Tages war ich müde vom Entspanntsein. Das muss man erstmal schaffen.

Die restlichen Tage sind wir dann ruhig angegangen, bevor es dann am Donnerstag um 4 Uhr morgens für meinen Besuch wieder zurück nach Deutschland ging.



Wenn ich einen meiner Lieblingsmomente aus dieser Woche raussuchen müsste, würde ich wohl unsere Jeep-Fahrt nehmen. Oder die Lagune. Oder Vík. Ach, ich kann mich gar nicht entscheiden. Muss ich ja auch gar nicht. Es war wirklich schön.

Aber nun heißt es back to work, die Routine greift wieder in meine Wochenplanung ein.

Also, euch alles Glück auf der Welt und wir sehen uns beim nächsten Mal! ♥

Danny Worsnop und das Schicksal meines Wasserglas

23Jan2015

Ich habe nach langer Zeit endlich wieder meinen Schlafrythmus gefunden, der beinhaltet, vor 12 Uhr ins Bett zu gehen und nicht wie schon seit längerem erst um 2 Uhr morgens. Man glaubt ja gar nicht, wie das reduzierte Tageslicht einen durcheinander wühlt.Generell hätte ich ja gern behauptet, dass mir das nichts ausmacht, aber da ich vor knapp einer Woche noch um 2 Uhr an Weltprobleme und morgentliche Spaziergänge dachte und mir die Hälfte meiner Abende mit Stricken und 'America's-Best-Homevideos' um die Ohren gehauen hab, habe ich für mich akzeptiert, dass ich wahrscheinlich auch ein bisschen unter dem wenigen Licht leide. Leiden natürlich abgemildert, es ist ja nicht so, dass ich im dunklen Rest des Tages in Angst und Schrecken lebe.

Jedenfalls bin ich heute frohen Mutes UND ausgeschlafen aufgestanden, hab Frühstück gemacht, hab die Kinder krampfhaft versucht, beim Essen zu behalten, hab Arnar mehrere Male wieder eingefangen (er hat neue Schuhe und rannte im Affenzahn um die Trennwand von Küche und Esszimmer, als wollte er den Schall überholen), hab die Kinder rausbuxiert und aufgeräumt. Ich komme mir vor wie eine Mutter.

"Habt ihr euch die Zähne geputzt?" "Einen Löffel für die Oma...." "Nein, ich kann jetzt nicht malen!" "Einen Löffel für Dóppa...." "Zieh deine Hose an!" "Einen Löffel für Opa..." "Nein, das ist mein Handy!" "Einen Löffel für Dora the Explorer..."

Man wird ja erfinderisch, was das Überzeugen von Kindern angeht. Gerade mit Essen.

Gestern war ich übrigens mit dem Kleinsten zusammen einkaufen. Was ganz lustig war, weil er immer, wenn ich ihn danach gefragt habe, ob er mit mir auf die Suche nach Schinken gehen will, zum Tiefkühlregal gerannt ist und auf die Schinken-Tiefkühlpizza gezeigt hat. Er hat wohl vergessen, wie Schinken in seiner Supermarkt-Urform aussieht. Außerdem wurde ich mit einer Mischung aus Erstaunen, Verwirrung und Skepsis im Supermarkt angeguckt. Eine 18-Jährige mit einem 2-Jährigen. Was ist da denn schief gelaufen?

Heute also kein Einkaufen und Anstarren, sondern nur Pizzabacken, ein abendliches Treffen im Kafi Brenslan und Putzen.

Letzteres sollte ich wohl anfangen. Habe gerade vor Schreck mein Wasserglas fallen lassen, als ich erfahren habe, dass Danny Worsnop bei Asking Alexandria aussteigt. Wird heute wohl ein nostalgischer Tag mit viel zu viel AskingAlexandria-Musik im Haus.

Við sjáumst!♥

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.